Warum sollte ein B2B-Unternehmen bloggen? Ganz einfach, um einen direkten Dialog mit den Kunden zu führen. Dabei ist die Beteiligung der Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung. Denn im Gegensatz zur klassischen Website ist der Corporate Blog authentisch, aktuell und interaktiv. Und genau diese Bereitschaft, sich auf einen echten Dialog einzulassen, mit Käufern und Kritikern ein Gespräch auf Augenhöhe zu führen, wird im Mitmach-Web immer wichtiger. Darüber hinaus bietet der Unternehmens-Blog durch das direkte Feedback der Leser großes Potential für Marktforschung und Reklamationsabwicklung.
Worüber wird getwittert? Was gebookmarkt? Welcher Post bekommt die meisten Kommentare? Wissen über aktuelle Online-Diskussionen ist nicht nur für Hersteller von Lifestyle-Produkten und Statussymbolen interessant, sondern auch für deren Zulieferer. Kritik an den eigenen Produkten und Leistungen kann frühzeitig entdeckt und kanalisiert werden. Falschinformationen im Web können durch eigene Informationen korrigiert werden. Aber der Corporate Blog kann nicht nur für den Online-Dialog mit Kunden genutzt werden, sondern auch für das interne Wissensmanagement.
„Unsere Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital unseres Unternehmens.“ Diesen Satz hört man von jedem Geschäftsführer. Aber nur die wenigsten Unternehmer verstehen es, das Wissen, das in den Köpfen der Mitarbeiter steckt, für die Wertschöpfung zu nutzen. Dabei ist es so einfach: Mit einem Corporate Blog können auch technisch unbegabte Mitarbeiter ihr Wissen mit interessierten Zielgruppen teilen – und haben Spaß dabei.
Durch den Blog wird aber nicht nur die Kompetenz der Mitarbeiter transparent gemacht. Entscheidend ist, dass die Meinung und Gefühle des Autors und der Leser zum Vorschein kommen. Das können Unternehmen auf vielfältige Weise für die Wertschöpfung nutzen: Um bestehende Produkte und Leistungen zu verbessern, Nischen zu erkennen und Trends zu vermarkten. Vor allem aber wird die Kundenbindung nachhaltig verbessert – durch den direkten und persönlichen Dialog zwischen Mitarbeitern und Kunden. Corporate Blogging ist also eine Form von modernem Wissensmanagement.
Sie glauben, dass ist alles nur Quatsch? Business-Blogs haben keine Zukunft? Warum?
Guter Post. Wir haben in unserem Unternehmen auch ein interne Blogs zum Austausch von Wissen und Informationen integriert, und spielen momentan mit dem Gedanken ein externes Blog für die Kommunikation mit Kunden etc. zu starten. Eben aus den oben bereits genannten Gründen. Interessant wäre zu erfahren wie dies Themen wie CI, CD usw. beeinflusst.
Hi Michael,
danke für ein Lob. Es werden noch einige Beiträge zum Thema Corporate Blogging hier veröffentlicht, in denen es genau um deine Fragen geht. Hier die Titel Vorschau:
- Kommunikationsstrategien für den Corporate Blog
- Was braucht man zum Bloggen?
- Corporate Identity Regeln zum Bloggen
- Wie formartiert man einen Blog mit Wordpress?
Ich würde mich also freuen, wenn du mal wieder reinschaust.
Gruß Sean
Klingt spannend! Könnte ich die Beiträge vielleicht schon vorab bekommen? Ich schreibe gerade eine Diplomarbeit zum Thema Corporate Blogging in KMU's und würde diese gerne als Quellen nutzen.
MfG, Michael
Hi Michael,
vielen Dank für dein Interesse an den geplanten Beiträgen zum Thema Corporate Blogging in KMUs. Ich habe dir bereits eine Antwort per Mail geschickt.
Gruß Sean
Ja die Blogs habe ich mir auch schonmal angesehen… Heutzutage ist es für jedes Unternehmen wichtig, so viele Medien wie möglich zu nutzen, warum dann also nicht auch Blogs? Ich finde es sehr gut
MfG
Das ganze ist ja eine gute Sache – aber die Menschen sollten irgendwann dann auch noch arbeiten. Etwas, was sich bei meinem Arbeitgeber zu bewähren scheint, ist die Kommentarfunktion bei neuen Intranet-Mitteilungen. So schafft man zumindest eine gewisse Interaktivität zwischen den Schreibern und Lesern.
@Poker Profi, natürlich geht es um's Arbeiten. Sowohl für Agenturen als auch für Unternehmen ist Kommunikation ein absolut entscheidender Bestandteil der Unternehmensstrategie. Um die interne Kommunikation mittels Blog zu optimieren, sind Kommentarfunktionen absolut sinnvoll.
Ich sehe in einem Blog ein sehr gutes Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit. Allerdings kann man einen solchen Blog auch hervorragend dafür benutzen, um ein bestimmtes Produkt oder auch eine Aktion, die man in seinem Unternehmen durchführt zu "bewerben". Einen besonderen Vorteil sehe ich in der Kommentarfunktion. Mit dieser haben die Leser und vielleicht auch Kunden die Möglichkeit, ihre Meinung zu schreiben über Erfahrungen mit dem Produkt zu berichten oder schlicht Wünsche zur Optimierung kund zu tun. All die Dinge kann das Unternehmen dann wieder als Marktforschung betrachten und hat über den Blog die Möglichkeit in einem, wenn auch zeitlich verzögerten Dialog mit dem Kunden oder potentiellen Kunden zu stehen.
Hallo Ruprecht,
bei der Bewerbung eigener Produkte im Corporate Blog muss man allerdings Fingerspitzengefühl beweisen. Es darf nicht nach PR klingen, sondern sollte authentisch, persönlich und darf ruhig ein bisschen selbstironisch sein. Erst dann wird ein Dialog entstehen, an dem die Kunden teilnehmen.
Es ist sicherlich wichtig mit der Zeit zu gehen und auch einen Blog in der eigenen Firma zu haben. Dennoch sollte man es nicht übertreiben und den wichtigeren Dingen im Leben nachgehen bzw auf der Arbeit. Wenn natürlich in manchem Firmen die Arbeit auf einen Blog basiert ist es natürlich eine gute Sache.
Hallo Silvi, als Werber muss die Frage erlaubt sein: "Was ist wichtiger als Kommunikation?"
Ich glaube es sind die Kunden Vorteile wie Kritik, Verbesserungsvorschläge und Reklamationen vor denen viele Unternehmen ANGST haben. Sonst hätte es da schon viel mehr Unternehmenblogs geben müssen
Und ich glaube, dass du damit vollkommen recht hast. Allerdings ist es für Unternehmen, die jahrelang ihre Geheimnisse gehütet haben, auch schwer, von jetzt auf gleich auf Transparenz umzuschalten.