Ist Twitter ein großartiges Tool, eine Zeitvernichtungs-Maschine, der neue PR-Kanal schlechthin oder nur ein weiteres Buzzword im großen Web 2.0-Dschungel? Irgendwie alles.
Die einen lieben Twitter, die anderen hassen es. Und manchen ist Twitter gänzlich unbekannt. Somit stellt sich zunächst die Frage: Was genau ist Twitter? Die Antwort ist einfach: Twitter ist ein Dienst, bei dem man in 140 Zeichen kommuniziert. „Micro-Blog“ nennt sich das im feinsten Web 2.0-Vokabular.
140 Zeichen (immerhin 20 weniger als bei einer handelsüblichen SMS) hat man als registrierter Twitter-Nutzer, um der Welt einen Einblick in das eigene Leben/die eigenen Gedanken zu geben. Nachdem mit wenigen Klicks ein Account bei twitter.com eingerichtet ist, kann es losgehen. Dabei ist es nicht immer einfach, in kompakter Form auf den Punkt zu kommen. Doch Twitter ist unbarmherzig: Nach 140 Anschlägen ist Schluss. Kein Pardon! Aber keine Angst, selbst einige Politiker haben gelernt, ausschweifende Formulierungen über Bord zu werfen und kompakt zu berichten. Die Leser danken es ihnen.
Hat man Freunde oder sonstige interessante Inhalte gefunden, kann man anderen Twitter-Usern „folgen“. Was immer diese nun zu berichten haben; es erscheint auf der eigenen Twitter-Seite. Auf diese Weise verpasst man weder all die belanglosen Statusmeldungen wie das banale „Habe Kopfschmerzen“, noch die aktuellsten Nachrichten oder die neusten Fahrplanänderungen der Deutschen Bahn.
Eins ist sicher: Twitter ist angesagt. Das erkannte auch unlängst Barack Obama und setzte im Wahlkampf auf den Twitter-Hype. Der Lohn: Knapp 300.000 Twitter-Abonnenten und der Einzug ins weiße Haus.
Twitter als PR-Kanal?
Eignet sich Twitter aber auch als Kommunikations-Mittel im unternehmerischen PR-Alltag? Die Antwort lautet – genau wie beim Einsatz von Corporate Blogs: Ja, wenn es aktuell und authentisch ist und für den Empfänger einen Mehrwert bringt. Bestenfalls ergänzen sich Corporate Blog und Corpate Twitter.
Preislisten, Produkt-Neuheiten, Messeberichte oder Presseberichte in ultra-kompakter Form. Dies alles ist möglich. Noch besser: Binden Sie Ihre Follower-Gemeinde mit ein. Regen Sie Diskussion an, binden Sie andere mit einem Wir-Gefühl an die Marke und schaffen so Vertrauen zum Unternehmen. Mutigen PR-Pionieren stehen darüber hinaus noch weitere Wege offen. Sachar Kriwoj schlägt in seinem Blog vor:
„Wäre es nicht spannend zu erfahren, was zum Beispiel Herr Mehdorn den ganzen Tag macht? „Sitze gerade in den Verhandlungen mit den Gewerkschaften. Die gehen mir tierisch auf den Nerv. Wieder vollkommen inakzeptable Forderungen.“ Weniger als 140 Zeichen, die alles aussagen, zitierfähig sind – und wahrscheinlich für ein PR-Fiasko sorgen würden. Was aber sehr wohl gehen würde: „Sitze im ICE nach Berlin. Haben drei Minuten Verspätung. 10 Euro für den ersten Direct Replier, dass wir noch pünktlich kommen.“ Erneut weniger als 140 Zeichen, die für eine Menge Presse sorgen würden, die nichts kosten – außer ein wenig Kreativität und Zeit.“
Die Vorteile für den Twitter-Leser:
Die Vorteile für Ihr Unternehmen:
Übrigens: Wer möchte, darf uns natürlich auch gerne folgen: http://twitter.com/conceptionblog. Der Autor twittert unter http://twitter.com/derlangemarkus.
Gerade finde ich druckfrisch beim Handelsblatt einen Bericht darüber, wie Unternehmen per Twitter mit Ihren Kunden kommunizieren. Oder es zumindest sollten…
"Neue Werbewege – Wenn der Kunde zwitschert"
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/strategie/wenn-der-kunde-zwitschert;2173461;0
Lesenswert!
Hat mich echt gefreut den Beitrag zu lesen. Schreibt weiterhin so gute Themen. Danke.
Bin viel in Blogs unterwegs – aber so Vielf
Echt toll geschrieben. Werde ich Weiterempfehlen.
Super Blog. Gute Gestaltung und echt gut geschrieben. Macht weiter so!!