Die Wortschöpfungen im Web 2.0 tragen manchmal seltsame Blüten. So stellt sich der ahnungslose Marketing-Entscheider die Frage, was es mit dem langen Schwanz namens „The Long Tail“ auf sich hat. Wir zeigen es Ihnen.
Stellen Sie sich vor, Sie besitzen ein Geschäft in bester City-Lage. Die Mietpreise im Stadtkern sind hoch und so müssen Sie mit Lagerfläche haushalten. Welche Produkte würden Sie wohl anbieten? Die Frage ist nicht allzu schwer zu beantworten. Wahrscheinlich würden Sie auf einige wenige Verkaufsschlager zurückgreifen.
Stellen wir das ganze einmal grafisch dar:
Wie informieren Sie Nutzer über Neuigkeiten im Unternehmen? Über News-Meldungen auf der Homepage? Über einen Newsletter? Nicht schlecht. Aber wie sieht es mit RSS-Feeds aus? Wir zeigen Ihnen, wie Sie RSS nutzen können, um ihr Zielpublikum zeitnah mit Informationen zu versorgen und was genau hinter den drei Buchstaben steckt.
In jedem Unternehmen gibt es viele Informationen, die darauf warten, interessierten Lesern mitgeteilt zu werden. Pressemitteilungen, Job-Angebote, Service-Hinweise, Sonderangebote oder Messeberichte sind nur einige Beispiele. Nutzen Sie Ihre Webseite oder Blog! Sie hat den Vorteil, dass Sie damit ein breites Publikum erreichen. Weltweit! Einen großen Nachteil hat dieses Vorgehen jedoch: Sie sind darauf angewiesen, dass sich Interessenten regelmäßig auf Ihrem Webauftritt nach Neuigkeiten umsehen müssen. Nur wenige Internet-Surfer dürften dazu bereit sein.
Gehen wir die Sache also ein wenig aggressiver an. Wenn die Interessenten nicht zu Ihnen kommen, dann kommen Sie zum Interessenten. Verpacken Sie Ihrer Meldungen in einen Newsletter. Einen entsprechenden Addressdatenbestand vorausgesetzt werden die Neuigkeiten per E-Mail in die große weite Welt geschickt. Aber auch hier ergeben sich einige Fallstricke: Zunächst einmal verfügt fast jeder Internet-Nutzer heutzutage über einen Spam-Filter, der ungebetene Werbung aussortiert. Leider wandern aber ab und zu auch erwünschte Nachrichten ins digitale Nirwana. Dem beste Spam-Filter passieren von Zeit zu Zeit solche, als „False Positives" bezeichnete, Missgeschicke. Hinzu kommt, dass die Herausgabe einer E-Mail-Adresse für viele User eine gewisse Hemmschwelle darstellt. Der Datenschutz tut den Rest und immer mehr Opt-In-Reglementierungen setzen neue (gesetzliche) Hürden.
Ja, ich bin ein Nerd. Und bunte Bildchen finde ich toll. Seit ich die olle Magnetpinnwand aus den hintersten Ecken des Nachbar-Büros hervorgekramt habe, kann ich all die bunten Bildchen nun endlich auch als Wandschmuck aufhängen. Die Familie der Nerd-Bilder hat seit 10 Minuten Zuwachs bekommen. Die Web Trend Map 4 nennt die 333 einflussreichsten Webseiten sowie die 111 größten Trendsetter und visualisiert sie in Form einer U-Bahn-Karte.
Bereits zum vierten Mal suchten die Information Architecs Japan (iA) die führenden Web-Seiten und Trends zusammen. Um die Liste auch übersichtlich und optisch ansprechend zu visualisieren, entschied man sich, das Streckennetz des Tokioer U-Bahn als Vorbild zu nehmen. Jede Webseite entspricht dabei einer Station. Wie im richtigen Leben sind die Haltepunkte durch verschiedene U-Bahn-Linien verbunden. So erreicht man YouTube von Apple am besten, wenn man von iTunes die Creative Line Richtung Norden nimmt und bei Disney in die News Line umsteigt. Die Größe einer Station ist von zwei Faktoren abhängig: Je erfolgreicher eine Webseite ist, desto höher erscheint das Stations-Türmchen. Wie die Jungs von iA den Erfolg genau messen, wird leider nicht genannt. Auf jeden Fall spielen neben Traffic auch Einnahmen und Entwicklung eine Rolle. Dass nicht jeder Hype auf einem stabilen Fundament steht, zeigt die Karte, indem die Breite der Station in Abhängigkeit von der Stabilität und Beständigkeit des Unternehmens gewählt wurde. Auch hier bleibt uns iA eine genaue Definition schuldig, welche Faktoren dabei ins Kalkül gezogen wurden. Google Maps (zu erreichen über die Publishing und die Identify Line) scheint in den Augen der Macher jedenfalls mehr Erfolg als Stabilität zu besitzen. Weiterlesen »
Heute endet mit dem vierten Teil die Serie "Einsatzgebiete von Microblogging in Unternehmen". Als letzte Anwendungsfälle zeigen wir heute, wie Microblogging-Dienste wie Twitter das Unternehmen in den Bereichen Krisenmanagement, Verkauf und Recruiting unterstützen können.
Führt man die zuvor genannten Punkte Marketing, Monitoring und CRM zusammen, kommt man zu einem weiteren Einsatzgebiet: Dem Krisenmanagement.
Bei der Bewältigung von Krisen, muss ein Unternehmen darauf vorbereitet sein, schell und effektiv auf die Lage zu reagieren. Am Beispiel der Störfälle in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel im Sommer 2007 zeigt sich, welche Auswirkungen fehlende Kommunikation im Krisenfall haben kann. Der Betreiber Vattenfall reagierte langsam und unvollständig auf die Informationsbedürfnisse der Bevölkerung und versuchte die Vorfälle herunterzuspielen. Die äußerst zurückhaltende Informationspolitik des Konzerns spielte Atomkraftgegner in die Karten. Die fehlende Transparenz und Offenheit wurde schließlich von Politik und den Massenmedien aufgegriffen. Die Folge: Das Unternehmen geriet immer stärker in die Schusslinie der Kritiker. Weiterlesen »
Nachdem wir in Teil 1 und Teil 2 aufgeführt haben, wie Microblogging unternehmensintern Anwendungen finden kann, geht es diesmal um den externen Nutzen. Nutzen Sie Twitter für Marketing, Monitoring, CRM, Verkauf und Recruiting.
Märkte reden über Marken. Auch über Ihr Unternehmen reden Kunden. Und wenn nicht, dann sorgen Sie wenigstens dafür, dass sie es tun. Kommunikation schafft Markenbindung. Soweit die gute Nachricht. Die schlechte: Nicht jeder redet gut über Sie. Akzeptieren Sie diesen Fakt. Schlechte Publicity ist dabei keineswegs nur eine Nebenwirkung der Web2.0-Erungenschaft. Schon immer gab es Kritiker Ihres Unternehmens. Durch die jüngsten Entwicklungen im Internet haben diese aber eine erheblich größere Reichweite. Da hilft nur eins: Raus aus der Unternehmensfassade und rein in das Abenteuer Menschlichkeit. Reagieren Sie auf Kritik, Fragen und Probleme. Nicht selten werden diese auch im Microblogging-Kosmos verkündet. Seien Sie zur Stelle, wenn der Kunde es verlangt. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Twitter & Co. bieten, um Ihr Unternehmen nach außen zu vermarkten. Weiterlesen »