„Aber das schlimmste ist, daß sie mit dem Fortschrittlicher bilateraler TWIKI nicht funktionieren.". Dieser Satz stammt vom Master Buzzword Generator einem Programm zur Generierung aussageloser Dummschwätzer-Sätze. So ähnlich aber klingt es für Außenstehende, wenn Twitter-Nutzer sich unterhalten. Nicht selten erinnern die Worte dann an das Kauderwelsch eines Star-Trek-Treffens. Aber keine Angst – sie müssen nicht klingonisch lernen, um mitreden zu können. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Twitter-Vokabeln.
Ein Blog war ursprünglich ein Internet-Tagebuch. Die Bezeichnung Blog ist dabei ein Kunstwort aus Web und Log. Heute haben viele Blogs keinen Tagebuch-Charakter, sondern gleichen eher einem Journal. Während die Textlänge in Blogs nicht begrenzt ist, stehen beim kleinen Bruder, dem Microblogging nur wenige Zeichen zur Verfügung. Meist dürfen Nachrichten nicht länger als 140 Zeichen lang sein.
Beim Microblogging sendet man kurze Nachrichten, die öffentlich gelesen werden können. Die Besonderheit liegt hier in der Mobilität. Nachrichten können über diverse Wege (z.B. per Handy) von unterwegs gesendet und empfangen werden. Die Tatsache, dass Nachrichten quasi von überall in Echtzeit veröffentlicht werden können, macht Microblogging zu einem sehr schnellen Medium.
Twitter ist der bekannteste, aber nicht einzige Microblogging-Anbieter. Weitere Microblogging-Plattformen sind Indeti.ca, Yammer oder Jaiku.
Ein Twitter-Nutzer wird auch als Twitterer bezeichnet.
Eine Nachricht, die bei Twitter verfasst wird, wird Tweet oder Update genannt.
Tweets sind zunächst nicht an bestimmte Personen gerichtet. Sie können von jedem, der sich dafür interessiert, gelesen werden. Möchte man die Nachrichten einer Person lesen, so kann man ihr „folgen". Als Followers werden die User bezeichnet, die einer Person folgen, also ihre Nachrichten abonniert haben.
Auf der persönlichen Startseite erhält man dann die Nachrichten der Leute, denen man selbst folgt. Im Unterschied zu Social Networks wie Facebook, StudiVZ oder wer-kennt-wen muss die Beziehung nicht auf Gegenseitigkeit beruhen. Man kann also auch Leuten folgen, die nicht zu den eigenen Followern gehören.
Auf der persönlichen Startseite wird die Timeline (Zeitleiste) angezeigt. Hier sieht man die letzten Nachrichten der Leute, denen man folgt.
Zusätzlich gibt es eine Public Timeline. Hier laufen die Tweets aller User zusammen.
In Tweets kann Bezug auf einen anderen Benutzer genommen werden. Dazu wird dem Benutzername ein @-Zeichen vorangestellt. Anwendungen hierfür sind klassischerweise Antworten auf Fragen.
Beispiel:
Der User conceptionblog fragt:
„Welcher deutsche Promi fehlt noch bei Twitter?"
Antworten können dann wie folgt formuliert werden:
„@conceptionblog: Ich vermisse Stefan Raab."
Weitere Anwendungsfälle sind direkte Ansprachen („@conceptionblog Könnt ihr mir mal bitte die gängigsten Twitter-Vokabeln erklären").
Außerdem kann im Text auf andere Benutzer verwiesen werden, um beispielsweise die Quelle einer Nachricht zu kennzeichnen („Hallo Leute. @conceptionblog erklärt die wichtigsten Twitter-Vokalen" oder („Habe heute bei @conceptionblog ein Twitter-Glossar entdeckt").
Benutzernamen, mit vorangestelltem @-Zeichen, nennt man @replies. Sie werden automatisch verlinkt. Klickt man auf den Link gelangt man zu den Nachrichten des jeweiligen Nutzers. Außerdem sieht der Benutzer, dass er in einem Tweet erwähnt wurde.
Twitter-Nutzer können sich gegenseitig private Nachrichten senden. Diese sind im Gegensatz zu @replies nicht öffentlich zugänglich. Aus Sicherheitsgründen können private Nachrichten nur zwischen zwei Nutzern verschickt werden, die sich gegenseitig folgen. Eine solche Nachricht wird als Direct Message oder kurz DM bezeichnet.
Interessante Tweets können an die eigenen Follower weitergeleitet werden. Hierbei spricht man von einem sog. Retweet oder abgekürzt RT. Dabei wird dem Tweet, den man zitiert, ein RT gefolgt vom Benutzernamen der Quelle vorangestellt.
Beispiel:
Der Benutzer conceptionblog schreibt:
„Neues Twitter-Glossar im Blog unter http://conceptionblog.com veröffentlicht"
Hält man die Nachricht für interessant, kann man sie wie folgt weiterleiten.
„RT @conceptionblog Neues Twitter-Glossar im Blog unter http://conceptionblog.com veröffentlicht"
Möchte man die Nachricht nicht wortwörtlich wiedergeben, gehört es zum guten Ton den eigenen Text mit einem „via @benutzername" zu ergänzen.
„Interessantes Glossar für Twitter unter http://conceptionblog.com (via @conceptionblog)
Da Tweets in ihrer Länge beschränkt sind, zählt mitunter jedes Zeichen. Da viele Internet-Adressen sehr lang sind, können diese mit diversen kostenlosen Zusatzdiensten verkürzt werden. Diese Dienste werden z.B. von tinyurl, bit.ly oder tr.im angeboten. Die lange URL kann bei diesen Anbietern in eine kurze URL umgewandelt werden. Die kurze URL verweist dann auf die Seite des Anbieters, der den Besucher daraufhin automatisch auf die gewünschte Seite weiterleitet.
Tinyurl ist zur Zeit der meistgenutzte Adress-Kürzungs-Dienst, erhält aber von anderen Diensten, die weitere Funktionen wie Statistiken über Klickverhalten, Bewertungsfunktionen oder Einnahmequellen durch Werbeeinblendungen bieten, zunehmend Konkurrenz.
Tweets können mit Schlagwörtern versehen werden, die den Inhalt der Nachricht kennzeichnen. Diesen Schlagwörtern wird eine Raute # vorangestellt. Ein solches Schlagwort wird als Hashtag bezeichnet.
Im klassischen Sinne dienen Hashtags dazu, Tweets von unterschiedlichen Usern zu einem gemeinsamen Thema zu bündeln, damit sie später wieder gefunden werden können. Sehr häufig kommen Hashtags bei Veranstaltungen wie Messen zum Einsatz. Für die rePublica 2009 wurde beispielsweise der Hashtag #rp09 verwendet. Jeder der über die Veranstaltung twitterte, konnte die eigenen Nachricht mit einem #rp09 versehen. So konnten über die Twitter-Suche alle Nachrichten zur Veranstaltung gefunden werden.
Hashtags können entweder im Text eingebaut werden oder angehangen werden.
„Ein #Glossar für Twitter findet man unter http://conceptionblog.com."
„Twitter-Vokabeln leicht erklärt unter http://conceptionblog.com. #glossar"
Teilweise werden gerade die angehängten Hashtags dazu verwendet, um der davor stehenden Nachricht einen neue, lustige Richtung zu geben.
„Morgen geht's zur CeBIT. #Marathon"
Eine Twitter-Wall ist eine Seite, auf der Tweets zu einem Thema zusammengefasst werden. Üblicherweise werden dazu alle Twitter-Nachrichten mit einem bestimmten Hashtag gesucht und in Echtzeit auf der Twitter-Wall dargestellt.
Der Autor twittert privat unter @derlangemarkus. Unsere Werbeagentur ist unter @conceptionblog vertreten.
Guter Artikel. Aber: Auch wenn dir der Begriff nicht gefällt: "Twitterland" fehlt und "Failwhale". Ja, ich lese gerade "Twitter mit 140 Zeichen zum Web 2.0"
[...] 16. Juli 2009kleines Twitter-Glossar [ Twitter ] Von rvoegtli um 22:24 kleines Twitter-Glossar [...]
[...] cyber-learning17/7 Twitter-Glossar Kategorie: Blogging Von miriam um 12:42Kleines Twitter-Glossar via simplekaywaKommentareBis jetzt keine Kommentare zu diesem BeitragKommentar [...]
[...] regelmäßig, wenn auch lange lange nicht so intensiv wie viele, denen ich folge (Sie können sich hier informieren, was Follower sind und was die anderen Begriffe der Twitter-Parallelwelt [...]
[...] Hier habe ich ein Glossar gefunden welches die Begriff schön erklärt: Kleines Twitter Glossar: Twitterfachbegriffe leicht erklärt [...]
[...] Kleines Twitter-Glossar – Twitter-Fachbegriffe leicht erklärt von Markus Möller [...]
Da ist man doch gleich wieder ein Stückchen schlauer!!