Wie informieren Sie Nutzer über Neuigkeiten im Unternehmen? Über News-Meldungen auf der Homepage? Über einen Newsletter? Nicht schlecht. Aber wie sieht es mit RSS-Feeds aus? Wir zeigen Ihnen, wie Sie RSS nutzen können, um ihr Zielpublikum zeitnah mit Informationen zu versorgen und was genau hinter den drei Buchstaben steckt.
In jedem Unternehmen gibt es viele Informationen, die darauf warten, interessierten Lesern mitgeteilt zu werden. Pressemitteilungen, Job-Angebote, Service-Hinweise, Sonderangebote oder Messeberichte sind nur einige Beispiele. Nutzen Sie Ihre Webseite oder Blog! Sie hat den Vorteil, dass Sie damit ein breites Publikum erreichen. Weltweit! Einen großen Nachteil hat dieses Vorgehen jedoch: Sie sind darauf angewiesen, dass sich Interessenten regelmäßig auf Ihrem Webauftritt nach Neuigkeiten umsehen müssen. Nur wenige Internet-Surfer dürften dazu bereit sein.
Gehen wir die Sache also ein wenig aggressiver an. Wenn die Interessenten nicht zu Ihnen kommen, dann kommen Sie zum Interessenten. Verpacken Sie Ihrer Meldungen in einen Newsletter. Einen entsprechenden Addressdatenbestand vorausgesetzt werden die Neuigkeiten per E-Mail in die große weite Welt geschickt. Aber auch hier ergeben sich einige Fallstricke: Zunächst einmal verfügt fast jeder Internet-Nutzer heutzutage über einen Spam-Filter, der ungebetene Werbung aussortiert. Leider wandern aber ab und zu auch erwünschte Nachrichten ins digitale Nirwana. Dem beste Spam-Filter passieren von Zeit zu Zeit solche, als „False Positives" bezeichnete, Missgeschicke. Hinzu kommt, dass die Herausgabe einer E-Mail-Adresse für viele User eine gewisse Hemmschwelle darstellt. Der Datenschutz tut den Rest und immer mehr Opt-In-Reglementierungen setzen neue (gesetzliche) Hürden.
Wäre es nicht schön, wenn man die Vorteile aus beiden Ansätzen kombinieren könnte? Man kann! Das Zauberwort heißt RSS.
RSS steht für „Really Simple Syndication". Bei RSS handelt es sich um einen Service, der Informationen in einem XML-basierten Format bereitstellt. Stellen Sie sich einfach vor, Sie nehmen die Aktuelles-Seite Ihres Internetauftritts, entfernen alle stylishen Design-Elemente und verpacken das ganze in einem standardisierten Format. Voilá: RSS.
RSS beinhaltet also alle relevanten Informationen in Reinform (meist einen Titel, einen Teaser-Text- z.T. aber auch vollständige Texte und einen Link zur Webseite mit mehr Details). Diese Informationen stellen Sie nun auf Ihrem Internet-Auftritt zur Verfügung. Die Bereitstellung wird auch als RSS-Feed bezeichnet und wird oftmals mit dem entsprechenden Symbol (siehe rechts) versehen.
Ein RSS-Feed kann vom Nutzer abonniert werden. Zum Betrachten wird ein entsprechendes Programm, ein sog. Feedreader benötigt. Solche Programme sind meist kostenlos erhältlich und es gibt sie wie Sand am Meer. Auch viele moderne Internet-Browser oder E-Mail-Clients beherrschen heutzutage das RSS-Protokoll bereits von Haus aus. Für alle, die keine Programme installieren wollen, gibt es mittlerweile viele gute webbasierte Feedreader, für die nur ein Browser mit Internetzugang benötigt wird.
Wir haben also ein neues Datenformat, das einen speziellen Betrachter benötigt. Wozu soll das gut sein? Der Vorteil von RSS ist, dass der RSS-Reader in regelmäßigen Abständen überprüft, ob Updates eingegangen sind. Folglich nimmt er dem Nutzer die Arbeit ab, auf der Webseite nach Neuigkeiten zu suchen. Gleichzeitig können im Feedreader beliebig viele RSS-Feeds abonniert werden. Neues aus der Politik, Sport-Nachrichten, Wetter-Informationen, Horoskope, Witze,… In der großen weiten RSS-Welt gibt es nichts, was es nicht gibt. Stellen Sie sich vor, sie könnten die Themen Ihre Zeitung am Frühstückstisch selbst zusammenstellen. Mit RSS können Sie es.
RSS bietet sich besonders dort an, wo eine große Menge von Datenquellen, bei denen es unregelmäßig zu Änderungen kommt, überwacht werden soll. Der Nutzer stellt sich im RSS-Reader nach Belieben eine Auswahl an News zusammen. Der Reader sorgt dafür, dass er immer mit dem neusten Stand versorgt wird. Er wird quasi zum persönlichen News-Buttler.
Um einen RSS-Feed zu abonnieren, reicht es aus, auf das entsprechende Icon zu klicken. Viele Browser erkennen schon anhand des Seiten-Quellcodes, dass ein RSS-Feed angeboten wird und zeigen ein RSS-Symbol in der Adressleiste.
RSS in der Adress-Leiste des Browsers
Zum Beziehen der News muss keine E-Mail-Adresse bekannt gegeben werden. Ist der RSS-Feed uninteressant, kann das Abo mit einem Klick beendet werden. RSS bietet dem Leser somit die größtmögliche Freiheit. Dem Unternehmen gibt es die Gewissheit, nicht von einer Abmahn- und Klagewelle überhäuft zu werden. Schließlich erhält nur derjenige Nachrichten, der sich dafür interessiert. Permission-Marketing in Bestform!

Angemeldete RSS-Feeds bei Feedburner (Quelle: Feedburner)
Das Bereitstellen eines RSS-Feeds entspricht somit in etwa dem Senden einer Radiosendung. Jeder, der möchte, kann sein Radio auf Empfang stellen und zuhören. Wer nicht möchte, schaltet aus. Diese Metapher zeigt aber auch: Sie kennen Ihr Publikum kaum. Sicherlich ein Nachteil gegenüber E-Mail-Marketing. Gute, qualifizierte Adressdaten sind nach wie vor Gold wert. Aber mitunter nur schwer erhältlich und ein nicht aktualisierter Adressbestand erhöht mit der Zeit die Streuverluste. Wenn Sie möchten, dass Ihre Meldungen gehört werden, dann bieten Sie dem potentiellen Leser eine Möglichkeit, ohne die Herausgabe von persönlichen Daten, Ihre Mitteilungen bequem zu empfangen. Bieten Sie zusätzlich RSS.
Die Vorteile von RSS:
Es muss eine neue RSS-Seite angelegt werden. Diese muss bei Neuerungen aktualisiert werden. Genau wie ein neues Job-Angebot auf der Internet-Seite eingepflegt wird, wird der RSS-Feed um den neuen Eintrag ergänzt. Viele Systeme (CMS, Shop-System, Blog) erledigen diesen Schritt automatisch. So verfügt das conception CMS beispielsweise über ein Modul, mit dem ein RSS-Feed automatisch aus News-Meldungen erzeugt wird.
Gerne gehen wir in einem persönlichen Gespräch auf Ihre Bedürfnisse ein und erarbeiten gemeinsam eine individuelle RSS-Strategie. Sprechen Sie uns an!
Übrigens, auch wir bieten einen RSS-Feed an.
Kann man Abonneten identifizieren?
@Frank Schwedes: Jein! Der Vergleich mit einer Radio-Sendung triff auch hier zu: Man sendet, kennt seine Zuhörer aber nicht im Einzelnen.
Personalisiertes RSS ist zwar möglich (seltsam, dass ich trotz technischer Machbarkeit noch kein konkretes Beispiel in meinem RSS-Reader gefunden habe), aber ungewöhnlich.
Wenn man wissen möchte, wie viele Abonnenten man hat, kann man auf Dienste wie beispielsweise FeedBurner (http://www.feedburner.com) von Google zurückgreifen. Hier wird nicht der RSS-Feed direkt angeboten, sondern eine Feedburner-Seite, die den RSS-Feed ausliefert. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Durch diese Auslieferung durch FeedBurner ist es möglich, Zugriffszahlen zu tracken.
Lange Rede, kurzer Sinn:
RSS ist in der Regel eher unpersönlich. Daraus folgt, dass direktes E-Mail-Marketing prinzipiell wertvoller ist. Aber: Gute, qualitativ hochwertige Adresse sind nicht leicht zu bekommen. Werden dann nicht alle rechtliche Feinheiten (Stichwort Datenschutz und Spam-Abmahnung) beachtet, gibt es schnell Ärger.
Deshalb die Empfehlung:
Gutes E-Mail-Marketing mit RSS-Feed ergänzen!
Es kann so konfiguriert werden, dass RSS-Stream: RSS-Strom in Form einer Web-Seite Kategorisierung, und hören, Podcasts, RSS-Stream-Kompatibilität mit allen Client-Programmen für das Lesen von RSS, die Möglichkeit der Kennzeichnung der Elemente von RSS-flow-geo-tag, und andere.