The Periodic Table of…

Erinnern Sie sich noch an die Web Trend Map? Die U-Bahn-Karte der einflussreichsten Internet-Seiten, die ich vor einigen Wochen vorgestellt habe, und die seitdem mein Büro ziert? Jetzt hat sie Nachwuchs bekommen: Gleich Drillinge. Diesmal in Form von Periodensystemen.

The Perodic Table of the Internet

Periodic Table of the Internet (Quelle: www.wellingtongrey.net)

Periodic Table of the Internet(Quelle: www.wellingtongrey.net)

„The Perodic Table of the Internet“ ist leider schon etwas älter. Leider deshalb, weil mein Anreiser-Nachwuchs-Gleichnis dadurch schon im ersten Absatz zunichte gemacht wird und zweitens, weil das Internet viel zu schnelllebig ist. So sucht man die Aufsteiger der letzen Monate in dieser zwei Jahre alten Aufstellung vergebens und auch die Sortierung der einzelnen Seiten sähe heute wohl etwas anders aus. Aber eins nach dem anderen.

In Anlehnung an das Periodensystem der Elemente werden hier die bekanntesten Internet-Seiten aufgeführt. Durch die Verwendung der jeweiligen CI-Farben wird das ganze dann auch noch schön bunt. Dabei sind die Seiten in mehrere Rubriken (u.a. Suchmaschinen, Social Networks, Nachrichten oder Blogs) unterteilt. Innerhalb einer Gruppe stehen die bedeutendsten Seiten oben.

Wie sich der Rang der Seite in Detail berechnet, wird leider nicht preisgegeben. Hier zeigt sich auch, dass die Zeichnung schon einige Monate auf dem Buckel hat und aus Sicht des amerikanischen Markts erstellt wurde. In Europa würde heutzutage wohl niemand Yahoo höher Google ansiedeln. Hübsch anzusehen ist die Grafik aber allemal. Eine anklickbare Version der Grafik gibt es hier.

The Periodic Table of Typefaces

Periodic Table of Typefaces (Quelle: www.ning.com)

Periodic Table of Typefaces (Quelle: www.ning.com)

Etwas schlichter, aber dennoch ganz ansehnlich, kommt „The Periodic Table of Typefaces“ daher. Der Titel verrät es bereits: Hier werden Schriftarten in das aus dem Chemie-Unterricht bekannte Schaubild gepresst. Die Sortierung der einzelnen Schriften basiert hier auf der Auswertung von sechs Internetseiten, die sich mit der Verwendung von Schriftarten auseinander gesetzt haben. Allen Voran steht übrigens die gute alte Helvetica.

Neben dem Namen der Schrift, der selbstverständlich in der jeweiligen Schriftart geschrieben ist, werden auch der Designer und das Jahr der Erstellung angegeben. Diese Zusatzinformationen reichern das Periodensystem um interessante Detailinformationen an. Bei wem man sich für die Erfindung der „Comic Sans“-Typo bedanken darf, geht aus der Abbildung leider nicht hervor. Die Schrift hat es schlichtweg nicht unter die Top 98 geschafft.

A Periodic Table of Visualization

Periodic Table of Visualization (Quelle: www.visual-literacy.org)

Periodic Table of Visualization(Quelle: www.visual-literacy.org)

Perioden-System Nummer 3 zeigt Möglichkeiten der Datendarstellung auf. Unterteil in sechs Kategorien (u.a. Visualisierung von Daten, Informationen, Metaphern etc.) findet man hier Alternativen zu den alten Bekannten Balken- und Liniendiagramm. Da die meisten Bezeichnungen relativ unbekannt sind, öffnet sich unter http://www.visual-literacy.org/periodic_table/periodic_table.html beim Überfahren eines Feldes mit der Maus ein kleines Fenster, das ein Beispiel für die jeweilige Visualisierung anzeigt. So findet man für die nächste Präsentation mit Sicherheit die ein oder andere Darstellungsform. Wie wäre es beispielsweise einmal mit einem Periodensystem ;-)

Was lernen wir nun daraus?

Erstens: bunte Bildchen gehen immer! Zweitens: Internet-Seiten, die heute angesagt sind, können schon in wenigen Monaten von der Bildfläche verschwinden. Drittens: Wer Sachverhalte in Periodensysteme zwängt, hat eine reelle Chance, von mir mit einem Beitrag im conception-Blog gewürdigt zu werden.

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  1. Auf einmal war Google weg
Zu finden unter: Web |
  1. Eine schöne Aufstellung. Internetseiten als Periodensystem darstellen zu wollen macht wahrscheinlich wirklich wenig Sinn. Ist die Unveränderlichkeit doch gerade eine Eigenschaft der Elemente.

    Bei den Schriftarten sieht das schon anders aus. Auch wenn zwei berühmt berüchtigte Fonts fehlen: Times New Roman und die von dir erwähnte Comic Sans, die übrigens Vincent Connare 1994 für Microsoft entwickelte. Danach trat sie ihren Siegeszug auf Geburtstagsflyern und 'lustigen' Web 1.0-Seiten an.

    Viele Grüße
    Moritz

    Kommentar von Moritz Hanebeck, 30. Juni 2009, 12:18 Uhr
  2. Danke für den Comic-Sans-Hinweis. Dann ist die Schrift ja schon 25 Jahre alt.

    Kommentar von Markus Möller (Web- und Software-Entwickler), 30. Juni 2009, 13:00 Uhr

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