Ein durchgemachtes Wochenende, viele investierte Arbeitsstunden, eine Großbestellung bei Conrad Elektronik, ein Lötkolben mit geschickten Händen und eine programmierte Schnittstelle. Das alles war nötig, um den ersten Prototypen der TwitterWave, einer Microwelle mit Twitter-Plugin, fertigzustellen. Aber halt, eins nach dem anderen.
Dass conception sich mit neuen Trends befasst, ist nicht neu. Aufmerksamen Blog-Lesern dürfte aufgefallen sein, dass wir uns in den letzten Wochen u.a. intensiv mit dem Thema Microblogging beschäftigt haben. Dem Spieltrieb der conception-Mitarbeiter ist es zu verdanken, dass wir nun voller Stolz verkünden können: wir haben unsere Agentur-Küche an Twitter angebunden. Unter http://twitter.com/werbe_kueche erreicht man Stand heute die Spülmaschine, den Kühlschrank, die Microwelle und (das wohl wichtigste Küchenutensil) die Kaffeemaschine der Werbeagentur. Weitere Elektrogeräte sollen folgen. Für weitere Ideen sind wir jederzeit offen.
Nachdem wir in den letzten Blog-Artikeln vermehrt über Twitter berichtet haben, wurde die Frage laut, wie man die neue Technik sinnvoll nutzen kann. Was ursprünglich als Wette in der conception Technik-Abteilung begann, nahm schnell konkrete Formen an: Eine twitternde Microwelle sollte es sein. Diese sollte über die Microblogging-Plattform über ihr alltägliches Küchendasein berichten. Nachdem die Baupläne für die notwendige Hardware-Erweiterung entworfen waren, wurde die notwendige Programmierung der Twitter-Schnittstelle in Angriff genommen. Dank der offenen Twitter-API gelang dies recht schnell. Nach zwei Tagen kamen dann auch die bestellten Elektroteile in der Villa Waldrich an. Fleißig wurde ausgepackt, gebastelt und gelötet. Wegen einer unvollständigen Bestellung geriet der Plan aber stark ins Schwanken. Dem kreativen Mac-Gyver-Ideenreichtum eines conception-Mitarbeiters war es aber zu verdanken, dass fehlende Teile durch Improvisation ersetzt werden konnten. Auch wenn ein Teil des Teams skeptisch war, ob die improvisierten 180 Ohm-Widerstände der Belastung standhielten, wartete man gespannt auf den Start des Systems. Am Freitag startete das System zum ersten Mal seinen Dienst. Das Ergebnis sieht man hier: http://twitter.com/werbe_kueche.
Der ursprünglich für die TwitterWave konzipierte Bauplan wurde am Wochenende noch auf Kaffeemaschine, Kühlschrank und Spülmaschine ausgeweitet. Hierbei zeigte sich der Vorteil der offenen Programmierung. Das bestehende System konnte leicht und schnell auf weitere Geräte adaptiert werden. So scheiterte die weitere Twitterisierung der Werbeagentur letztlich nur an den fehlenden Bauteilen. Eine weitere Bestellung beim Elektronik-Fachhandel ist aber bereits aufgegeben.
Wer möchte, kann sich die Anwendung gerne auch für zu Hause nachbauen. Den Bauplan sowie die nötige Software können hier kostenlos heruntergeladen (ZIP: 14,8 MB) werden. conception übernimmt jedoch keine Haftung für eventuell auftretende Schäden. Ein Nachbau erfolgt auf eigene Gefahr! Gäste, die sich das System gerne im alltäglichen Einsatz ansehen möchten, sind in der Siegener Werbeagentur herzlich willkommen.
UPDATE:
Die meisten haben es bereits gemerkt. Die TwitterWave war ein Fake und ein kleiner April-Scherz.
Genial !!!!
Love it!
Geil…!!!
I am impressed – but I didnt get it at first.
Hallo zusammen,
zuerst habe ich das ja als Scherz verstanden…aber nachdem ich
aufgrund der genialen Baupläne meine elektrische Zahnbürste zum
twittern gebracht habe (und das wohlgemerkt "wireless") verneige
ich mich zutiefst und rufe: weiter so, wir sind auf dem richtigen
weg!
Gruss aus Köln,
Holger