Ja, ich bin ein Nerd. Und bunte Bildchen finde ich toll. Seit ich die olle Magnetpinnwand aus den hintersten Ecken des Nachbar-Büros hervorgekramt habe, kann ich all die bunten Bildchen nun endlich auch als Wandschmuck aufhängen. Die Familie der Nerd-Bilder hat seit 10 Minuten Zuwachs bekommen. Die Web Trend Map 4 nennt die 333 einflussreichsten Webseiten sowie die 111 größten Trendsetter und visualisiert sie in Form einer U-Bahn-Karte.
Bereits zum vierten Mal suchten die Information Architecs Japan (iA) die führenden Web-Seiten und Trends zusammen. Um die Liste auch übersichtlich und optisch ansprechend zu visualisieren, entschied man sich, das Streckennetz des Tokioer U-Bahn als Vorbild zu nehmen. Jede Webseite entspricht dabei einer Station. Wie im richtigen Leben sind die Haltepunkte durch verschiedene U-Bahn-Linien verbunden. So erreicht man YouTube von Apple am besten, wenn man von iTunes die Creative Line Richtung Norden nimmt und bei Disney in die News Line umsteigt. Die Größe einer Station ist von zwei Faktoren abhängig: Je erfolgreicher eine Webseite ist, desto höher erscheint das Stations-Türmchen. Wie die Jungs von iA den Erfolg genau messen, wird leider nicht genannt. Auf jeden Fall spielen neben Traffic auch Einnahmen und Entwicklung eine Rolle. Dass nicht jeder Hype auf einem stabilen Fundament steht, zeigt die Karte, indem die Breite der Station in Abhängigkeit von der Stabilität und Beständigkeit des Unternehmens gewählt wurde. Auch hier bleibt uns iA eine genaue Definition schuldig, welche Faktoren dabei ins Kalkül gezogen wurden. Google Maps (zu erreichen über die Publishing und die Identify Line) scheint in den Augen der Macher jedenfalls mehr Erfolg als Stabilität zu besitzen.
Allzu genau darf man die Trend Map sicherlich auch nicht nehmen. Nett anzusehen ist sie aber auf jeden Fall. Ich pinne Sie nun noch schnell über meinen bisherigen papiergewordenen Liebling „Why people read (and participate on) blogs: If you talk to people the way advertising talked to people, they'd punch you in the face".
Und dann? Danach veröffentliche ich diesen Artikel und nehme die Publishing Line von Wordpress nach Twitter. Von da geht's wahrscheinlich weiter mit der guten alten Main Line nach Facebook. Mal sehen, ob ich dazwischen noch einen Abstecher bei Google mache, wieder mal bei YouTube aussteige oder mal den Westen mit der Identify Line erkunde. Vielleicht besuche ich auch mal Firefox im Süden, oder…
Oh, ich muss weg, die Bahn kommt.
Sehr unterhaltsam!!!
U-Bahnpläne haben doch einfach eine ausgeprägte, schöne Grafik